Du betrachtest gerade SRMR – parallele Vorbereitung

SRMR – parallele Vorbereitung

Eigentlich steht mit dem BHard im Juni zuerst ein Trainingsrennen auf dem Programm. Parallel dazu läuft jedoch die Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt: das Silk Road Mountain Race (SRMR). Dabei geht es weniger um Trainingskilometer als vielmehr um die logistischen und organisatorischen Details, die ein Rennen in abgelegenen Hochgebirgsregionen so besonders fordern.

Organisatorische To‑dos (Status)

  • Reisepass: bereits neu beantragt und erledigt.
  • Flüge: gebucht — über Istanbul bis Bischkek (Hin- und Rückflug).
  • Unterkunft: erste Unterkunft bereits reserviert in Talas, dem Startort.
  • Impfungen und eventuelle Visa prüfen.

Ausrüstung: Fahrrad & Fahrer

  • Checkliste für das Rad: Vollständige Ersatzteile (Schaltwerk, Kette, Züge/Schaltzüge), Ersatzspeichen, Tubeless‑Reparaturkit, Mehrzweck‑Multitool, robuste Reifen für Schotter/Steinplatten.
  • Fahrer‑Ausrüstung: Höhenkompatibler Schlafsack/Isomatte, Zelt/biwakfähig, wetterfeste Kleidung (Lagenprinzip), Handschuhe, Sonnen‑ und Kälteschutz, Stirnlampe mit Ersatzbatterien.
  • Elektronik: Powerbank(s), Ersatzkabel, GPS‑Gerät + Karten, Papierkarte als Backup.
  • Verpflegung: Energieriegel, Elektrolyt‑Tabletten, Notration für mehrere Tage.

Logistik & Informationsquellen

  • Direkter Kontakt zu ehemaligen Teilnehmern ist Gold wert — persönliche Erfahrungsberichte sind oft praxisnäher als Social‑Media‑Threads.
  • Für mich war Paul Thelen (www.paul-thelen.de) eine große Hilfe; seine Erfahrung als Extremsportler und Alpinist (u. a. Himalaya) lieferte wichtige Hinweise zur Akklimatisation und Höhenvorbereitung.
  • Lokale Bedingungen, Streckenbeschaffenheit und mögliche Abkürzungen sollten frühzeitig recherchiert und in die Tagesplanung übernommen werden.

Höhenanpassung & körperliche Vorbereitung

  • Akklimatisation: Möglichst schrittweise ansteigen, wenn Zeit vorhanden ist. Ein extra Tag in moderater Höhe vor dem Rennen hilft. Mein Plan sind drei Tage „Ride high, sleep low“.
  • Training: Langstreckenausdauer mit technisch anspruchsvollen Einheiten (Schotter, Anstiege) — Qualität vor Quantität.
  • Ernährung & Schlaf: In den Wochen vor dem Rennen auf erholsamen Schlaf und ausgewogene, kohlenhydratreiche Kost achten.

Mentale Vorbereitung & Ziele

  • Realistische Erwartungen sind entscheidend. Mein Ziel ist es, gesund und stabil durchzukommen — Zeitlimit oder Platzierung sind zweitrangig.
  • Das SRMR ist kein Spaziergang; es verlangt Planung, Resilienz und Selbstmanagement. Je mehr ich mich mit der Organisation beschäftige, desto mehr wächst meine Zuversicht.
  • Plan B: An mehreren Punkten der Strecke gibt es Abkürzungen, die eine Zielankunft außerhalb der Wertung ermöglichen — wichtig für die Risikominimierung.
  • Persönliche Deadline: Ich habe einen fixen Rückflug, da ich eine Woche später eine Hochzeitsrede halten werde — diese Deadline motiviert mehr als das Rennen selbst.

Fazit

Das SRMR erfordert mehr als reine Fitness: Reisepass, Flüge (bei mir über Istanbul nach Bischkek), Unterkunft in Talas, passende Ausrüstung, Kontakte zu erfahrenen Fahrern und eine clevere Akklimatisation sind mindestens so wichtig wie Trainingskilometer. Mit guter Planung, realistischen Zielen und verlässlichen Informationen steigt die Chance, dieses anspruchsvolle Rennen gesund zu beenden — und im besten Fall mit einer großartigen Geschichte zurückzukehren.

Welche Themen interessieren Euch? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

Mehr demnächst.