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Retrospektive 2025

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Jahresrückblick 2025 

Und schwupps – schon ist wieder ein Jahr vorbei. 2025 verging wie im Flug. Zugegeben: kein entspannter Linienflug, eher ein Langstreckenflug mit Turbulenzen, Rückenwind, Gegenwind und der einen oder anderen ungeplanten Ehrenrunde. Aber insgesamt war es für mich persönlich ein gutes, intensives und sehr bewegendes Jahr – auf und neben dem Rad.

Wieder im Sattel – endlich

Nach den vielen und langen Pausen in 2024 war klar: So konnte es nicht weitergehen. Ab Februar saß ich wieder regelmäßig im Sattel – mit ein paar Kilos mehr als bestellt, aber mit umso größerer Motivation. Ein Trainingslager im klassischen Sinne? Fehlanzeige. Während andere auf Mallorca ihre Runden drehten, blieb ich lieber in „meiner“ Gegend. Keine Hotelbuffets, dafür vertraute Straßen, bekannte Anstiege und viel Zeit zum Nachdenken. Insgesamt kamen in den elf Trainingsmonaten 17000 Kilometer zusammen.

Auf dem Weg zum großen Ziel

Das große Highlight des Jahres war ohne Frage das Northcape 4000 Ende Juli. Klar war: Nach dem holprigen Vorjahr musste ich einiges aufholen. Also hieß es: Geduld, lange Einheiten und langsam den Körper wieder an die Langstrecke gewöhnen.

Vorträge, Lampenfieber und volle Reihen

Am 4. April stand für mich eine Premiere an: Mein erster Vortrag über Ultracycling und das Transcontinental Race – bei der Nacht der Bibliotheken in der Stadtbibliothek Düren. Tolles Ambiente, viele bekannte Gesichter und ein Publikum, das aufmerksam, neugierig und großzügig war. Am Ende des Abends kamen 830 € Spenden (inklusive Spenden auf Betterplace) für das Straßenkinderprojekt der Projektgruppe Malabon e.V. zusammen.

Am 5. Juni folgte die zweite Auflage am städtischen Gymnasium in Herzogenrath – wieder mit großem Interesse und erneut 200 € für den guten Zweck.

Der Feinschliff vor dem Start

Sieben Wochen vor dem Start hieß es: Form finden. Die Standortbestimmung kam mit einer Fahrt von Aachen nach Neckarsulm und zurück – bei sommerlichen Temperaturen. Spätestens da wusste ich: Das lange Strampeln klappt wieder. Mit ein paar zusätzlichen 200-Kilometer-Runden im Gepäck ging es schließlich nach Verona und weiter nach Rovereto an den Start.

4000 Kilometer Regen, Emotionen und Gemeinschaft

Die Tour zum Nordkap hatte es in sich. Extrem viel Regen – zunächst von Italien bis kurz vor Berlin, später erneut von Schweden bis zur norwegischen Grenze – machte die Sache nicht einfacher. Aber genau das gehört dazu.
Was bleibt sind nicht nur 4000 Kilometer, sondern auch viele Begegnungen. Mitstreiter aus ganz Europa, Gespräche am Straßenrand, gemeinsames Leiden und gemeinsames Lachen. Einige Kontakte halten bis heute – meist digital, aber vielleicht sieht man sich ja wieder.

Dank eurer Unterstützung kamen während des Rennens 3815 € an Spenden zusammen, dazu ein vierstelliger Betrag aus dem Trikotsponsoring. Ein riesiger Erfolg für die Aktion!

Mehr Details zur Tour findet ihr übrigens in den einzelnen Blogartikeln:

Ein offizielles Video vom Veranstalter (mit einem kleine Interview mit mir) gibt es hier (externer Link zu Youtube).

Nach dem Ziel ist vor dem Abenteuer

Nach der Rückkehr ging es direkt weiter mit den  Lämischrides – zehn Stunden Gravel, beste Stimmung, perfektes Wetter und eine Strecke, die einfach Spaß gemacht hat. Ich komme wieder – wenn auch nicht 2026, denn da verhindert leider ein privater Termin meine Teilnahme.

Herbst, Hügel und etwas Abstand

Im Oktober stand ein Urlaub im Elsass an. Natürlich mit der obligatorischen Fahrt über den Grand Ballon und einige der umliegenden „Hügel“. Traumhafte Landschaft, gutes Essen, guter Wein und perfektes Herbstwetter. Danach gönnte ich mir zwei Wochen Radpause – mit etwas mehr Laufen als Ausgleich.

Zwift, Dunkelheit und Alltag

Mit der Zeitumstellung wurde es ruhiger draußen. Im vierten Quartal saß ich mehr als sonst auf Zwift. Der Spaßfaktor ist bei mir überschaubar, aber beruflich war einfach viel los. Abends noch in die Dunkelheit zu starten – Zeit und Lust hielten sich in Grenzen.

Ein weiterer voller Saal

Ende November fand mein Vortrag bereits zum dritten Mal statt – diesmal im Konzerthaus Harff in Herzogenrath (https://konzerthausharff.de). Kleine Anpassungen am Vortrag, voller Saal und tolle Rückmeldungen. Motivation genug, Ende Februar noch einmal nachzulegen, bevor es dann 2027 mit einer neuen Vortragsreihe weitergeht. Zu den Plänen für 2026 erzähle ich bald mehr.

Vortrag im November im Konzerthaus Harff

Blick nach vorn – und ein stiller Moment

Seit Anfang November stecke ich schon wieder in der Vorbereitung für 2026. Zwei Veranstaltungen sind fix, im Juni steht ein Vorbereitungsrennen an, und im August wartet ein besonderes Abenteuer. Nur so viel: Es wird mit einem 29er Mountainbike stattfinden. Wenige Straßen, viel Höhe – mehr verrate ich noch nicht.

Neben all der Freude war 2025 aber auch ein Jahr des Innehaltens. Zwei nahe Familienmitglieder werden an Weihnachten nicht mehr mit am Tisch sitzen. Zwei Gründe mehr, die gemeinsame Zeit bewusster zu genießen als je zuvor.

Mit insgesamt 7.800 € für das Straßenkinderprojekt bleibt am Ende viel Dankbarkeit – für eure Unterstützung, eure Spenden und euer Interesse an dem, was ich tue.

Ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Euer
Bert